Trocken OHNE Töpfchen Training

Töpfchentraining
Das sauber bzw. trocken werden ist nicht nur unter Müttern ein großes Thema. Großmütter und Urgroßmütter haben auch großes Interesse an dem Sauberkeitsstand der Enkel und Urenkel. Ich weis nicht wie oft ich gefragt wurde, ob unsere Große schon trocken sei!? Unsere Tochter war gerade mal etwas über ein Jahr alt da ging es schon los! Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr mich diesesalso bei uns waren die Kinder mit einem Jahr schon auf dem Töpfchen genervt hat. Die “gutgemeinten” Ratschläge hangen mir echt zum Hals raus. Unsere Kleine wird in knapp zwei Monaten bereits ein Jahr alt und da bin ich mir ganz sicher dass die Fragerei und tollen Ratschläge von vorne beginnen.

“ich weiß ja nicht, bei uns wurde in dem Alter schon …”

Wie gesagt fingen die Fragen seitens der Familie schon sehr sehr früh an, da habe ich noch nicht einen Gedanken dran verschwendet. Ich war und bin eine Mutter die Ihr Kind selbst bestimmen lässt wann es für was bereit ist, so auch mit dem Töpfchen. Meiner Meinung nach muss ein Kind erst mal selbst merken können ob es gerade pullert oder AA macht. Wenn das alles gänzlich an Ihm vorbei geht, hat das Töpfchen noch lange Pause. Ich habe also immer wieder die selbe Antwort gegeben und immer wieder nur ein “Hmm, hmm” und ein anschließendes “wir haben das so gemacht dass …”  oder “ich weiß ja nicht, bei uns wurde in dem Alter schon …” darauf zurück bekommen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr mich diese Tipps innerlich auf die Palme gebracht haben! Diese “gutgemeinten” Ratschläge die eigentlich nichts anderes sind als der Versuch jemandem seine Meinung aufzudrängen, lassen mich schier explodieren. Und wenn man es immer und immer wieder zuhören bekommt dann reagiert man irgendwann nicht mehr ganz so nett und zurückhaltend. Ich weis man sollte es sich nicht so ganz zu Herzen nehmen aber ich hasse es wenn jemand versucht seine Erziehungsmethode und Meinung auf mich und meine Kinder zu projizieren. Auch wenn es die eigenen Familie ist, es geht einfach nicht.

So nun mal zu eigentlichen Thema und wie unsere Tochter trocken geworden ist. Ein Töpfchen habe ich Ihr gekauft da war sie nicht ganz zwei Jahre alt. Benutzt wurde es aber nicht. Es stand zwar von Anfang an im Badezimmer aber die Staubschicht war ein ganz klares Zeichen für das Desinteresse unserer Kleinen. Als unsere Tochter dann einen Monat nach Ihrem Geburtstag in den Kindergarten ging und die Eigewöhnungszeit um war, hat es nicht lange gedauert bis sie Interesse an der “kleinen Toilette” zeigte. Sie fand es ganz toll das die etwas größeren Kinder im Kindergarten auf die Toilette gingen. Selbst wollte sie aber nicht und ließ sich einfach noch zu gerne wickeln.

“Mama da ist was gekommen!” 

Kurze Zeit später jedoch wollte sie auch mal zu Hause auf die Toilette gehen. Da wurde das Töpfchen abgestaubt und kam zum Einsatz, blieb aber immer trocken. So ging das wochenlag. Eines Tages stand sie vor mir und sagte sie bräuchte keine “Pempi” mehr weil sie jetzt schon ein großes Mädchen sei. Da war sie genau zweieinhalb Jahre alt. Das war für mich das Zeichen das sie langsam soweit sein könnte. Ab dem Zeitpunkt habe ich sie immer öfter gefragt ob sie Pipi muss und aufs Töpfchen möchte. Mal wollte sie, hat aber nicht drauf gemacht und mal halt nicht. Ich hab es einfach so hingenommen und immer wieder gesagt sie könne es ja später noch mal versuchen wenn sie mag. So verging ein Monat und ich habe aufgehört zu fragen und gewartet ob sie von selber kommt. Und das tat sie und dann kam der Tag als sie fragte und tatsächlich auch ein kleines Geschäft gemacht hatte. Ich weis noch wie stolz sie war als sie mir sagte: “Mama da ist was gekommen!”  Wir haben das richtig groß gefeiert und applaudiert als wär gerade jemand auf dem Mond gelandet. Mit zwei Jahren und sieben Monaten hatte sie also ein Gefühl dafür entwickelt wann sie Pippi musste. Sie ging immer öfter und ich habe im März (2,8 Jahre) angefangen sie ohne Windeln laufen zu lassen. Nur am Wochenende und es klappte, bis auf zwei Unfälle, ganz wunderbar. Sie machte am ersten Wochenende sogar ihr erstes großes Geschäft auf dem Töpfchen. Im Kindergarten trug sie ab dem Zeitpunkt Trainerwindeln. Nach einer Woche Trainerwindel sagte Sie dann Sie möchte keine Pempi mehr tragen!

Die Windelfreien Wochenenden waren bis dahin prima gelaufen und nach Absprache mit den Erzieherinnen wollten wir es nun probieren. Am 20. März 2017 ging meine kleine Maus also das erste mal ganz ohne Windel in den Kindergarten! Seit diesem Tag ist sie tagsüber windelfrei! Sie geht selbständig auf die Toilette, sowohl im Kindergarten als auch zu Hause. Sie hat kein einziges mal eingepullert und sogar unterwegs klappt es ganz wunderbar. Manchmal haben wir noch “falschen Alarm” aber wir bleiben immer trocken. Seit knapp drei Monaten braucht sie auch Nachts keine Windel mehr. Sie steht auf wenn Sie muss und alles klappt ganz wunderbar.

Mein kleines großes Mädchen ist noch vor Ihrem Dritten Geburtstag trocken, ohne Stress und ohne Training!

Unglaublich, Sie ist trotzt mangelhaften töpfchentrainings Maßnahmen meinerseits, trocken und kein Wickelkind mehr. Sie hat selber entschieden wann Sie soweit war und ab dem Zeitpunkt haben wir Sie auf Ihrem Weg unterstützt. Ich könnte immer noch platzen vor Stolz! Es war absolut richtig Ihr die Zeit zu geben die Sie nun mal gebraucht hat und es war für uns der absolut richtige und bester Weg. Bei unserem zweiten Wunder werden wir nichts anderes machen. Ich sehe zwar schon wieder die Ratschläge auf mich einprasseln aber sie sind  mir schlichtweg egal. Unsere Kinder dürfen selber entscheiden wann sie soweit sind!

Beim Thema Schnuller waren die Tipps und Meinungen übrigens ähnlich (es ist langsam Zeit, die Zähne werden schief, bla bla …) und oh Wunder die Maus ist seit sie zwei Jahre und zwei Monate alt ist auch keine Schnuller Kind mehr. Aus eigener und freier Entscheidung. Von jetzt auf gleich war der Schnuller weg!
Wie handhabt Ihr das Töpfchen und Schnuller Thema? Lasst Ihr eure Kinder entscheiden oder fangt Ihr schon früh an zu üben?



1 Kommentar:

  1. Das ist ja super bei euch gelaufen! Lara fing Anfang des Jahres auch von selber an aufs Töpfchen zu wollen, aber seit zwei Monaten sagt sie nicht mehr Bescheid. Die Kinderärztin meint, dass das in dem Alter normal sei. Je nachdem wie tief sie wohl gerade im Schub stecken würden manche wohl sogar wieder anfangen zu krabbeln. Ich merke, dass Lara eh seit sie ihre Sonde los ist und Brei isst sich Stück für Stück verändert. Seit sie weiß, dass sie vom Brei auch satt werden muss will sie nicht mehr selber essen, sie macht dann die Hände auf den Rücken und ich soll den Löffel in den Mund stecken... Aufs Töpfchen geht sie grad auch nur, wenn ich sie drauf setze. Meist mache ich das direkt nach dem Aufstehen, vor dem Baden und ehe sie ins Bett geht. Sie macht auch jedes Mal rein. Mal sehen wann sich das wieder gibt =D

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